Budweis

Budweis ist die statutarische Stadt und Kulturhauptstadt der Südböhmischen Region. Es liegt im Budweiser-Becken am Zusammenfluss der Flüsse Moldau und Mals, hat über 93 Tausend Einwohner und bietet viele historische Denkmäler und Museen an.

Die markante Dominante von Budweis ist der für Besucher zugängliche 72 Meter hohe Schwarze Turm, von welchem man auch das romantische neugotische Schloss in Hluboká nad Vltavou sehen kann, das vor allem dank seiner außerordentlichen Architektur, seinem wunderschönen Schlosspark sowie dank ausgedehnten Sammlungen kunsthistorischen Charakters beliebt ist. Das Kleinod von Budweis ist sein historischer Kern – das Herz von Budweis – der  Přemysl Ottokar II. Platz. Einer der größten Stadtringe in Zentraleuropa, der aus nahezu vollkommenem Quadrat mit den Abmessungen von 133 x 133 m gebildet ist. Direkt in der Mitte des Hauptplatzes steht der barocke Samson-Stadtbrunnen, der größte Brunnen seiner Art in der Tschechischen Republik. Der keramische Bodenbelag wurde in den Jahren 1937 – 1939 nach dem Plan des Architekten Pavel Janák verlegt. Als der einzige Relikt des ursprünglichen „Kopfsteinpflasters“ wurde der sog. Irrstein beibehalten, den man ein paar Schritte vom Stadtbrunnen Richtung zum Hotel Zvon findet. Es ist eine der Besonderheiten von Budweis, die mit der bekannten Sage verbunden ist; gerade hier soll sich der Hinrichtungsplatz befunden haben, wo zehn Burschen wegen ihrem Widerstand gegen den Vogt im Jahr 1470 hingerichtet worden sind.  Wer den Irrstein nach 22 Uhr bei Nacht unbewusst überquert, soll der Sage nach den Heimweg nicht mehr finden. Den ganzen hiesigen Raum beherrscht mit ihrer Mächtigkeit die Kathedrale des Hl. Nikolaus. Der Bau der Kirche wurde kurz nach der Gründung der Stadt in Angriff genommen, und sie wurde um die Wende des 13. und 14. Jahrhunderts fertig gebaut.


Published on: 13/11/2017  -  Filed under: Sehenswürdigkeiten